Roger Deuser will Viernheims Bürgermeister werden
Der Stadtverordnete tritt 2027 aus eigenem Entschluss an. Die UBV unterstützt seine Kandidatur.
Viernheim. Roger Deuser will bei der Bürgermeisterwahl im Frühjahr 2027 antreten. Die Unabhängigen Bürger Viernheim (UBV), deren Fraktion er in der Stadtverordnetenversammlung angehört, unterstützen seine Kandidatur.
Mit der bevorstehenden Wahl wird das Bürgermeisteramt in Viernheim neu besetzt: Matthias Baaß hat angekündigt, nach 30 Jahren im Amt nicht erneut anzutreten. Seine Amtszeit endet am 15. September 2027.
Deuser kennt Viernheim aus unterschiedlichen Perspektiven: als Familienvater, als Berufstätiger in der Industrie, als langjährig Verantwortlicher im Rettungswesen und als Kommunalpolitiker.
Aufgewachsen in Viernheim, absolvierte er hier seine Ausbildung zum Energieanlagenelektroniker. Seine berufliche Laufbahn bei Mercedes-Benz begann 1991 im Werk Mannheim. Im Jahr 2001 wechselte er nach Wörth, wo er heute im CKD Center im Bereich QM und Engineering in der ET Kabelsatzfertigung tätig ist.
Bei der Johanniter-Unfall-Hilfe ist Deuser seit 1989 aktiv. Als Ortsbeauftragter der Johanniter in Viernheim und Bereitschaftsleiter gehören Personalführung, organisatorische Leitung und Budgetverantwortung zu seinen Aufgaben. Deuser verfügt über eine Verbandsführerausbildung und ist ausgebildeter Rettungssanitäter.
Darüber hinaus ist er Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Viernheimer Hilfsorganisationen (AVH), die die Zusammenarbeit der Hilfsdienste in der Stadt koordiniert.
Im März 2021 zog Deuser für die UBV in die Stadtverordnetenversammlung ein. In dieser Zeit arbeitete er im Sozial- und Kulturausschuss und im Bauausschuss mit. Aktuell ist er Mitglied im Ausschuss Umwelt, Energie und Bauen sowie in der Betriebskommission Stadtbetrieb. Außerdem engagiert er sich in der Steuerungsgruppe Bürgerkommune.
Roger Deuser, Jahrgang 1969, ist seit 1995 mit seiner Frau Silke verheiratet, die er zehn Jahre zuvor beim Handball kennengelernt hatte. Silke war einst Viernheimer Blütenprinzessin. Geheiratet haben die beiden in der Apostelkirche. Gemeinsam haben sie vier Kinder, inzwischen ist Deuser auch Großvater.
Unsere Haltung
Ehrlich sagen, was geht – und was nicht.
Viernheim braucht keine immer neuen Versprechen, sondern eine Politik, die Prioritäten setzt, Kosten offenlegt und Verantwortung übernimmt.
Wir glauben: Nur wer ehrlich über Zahlen, Zwänge und Alternativen spricht, verdient Vertrauen.
Unser Anspruch ist keine Wohlfühlpolitik, sondern lösungsorientierte Sacharbeit – unabhängig von Parteifarben.
Wofür wir stehen
Vernunft
Keine Großprojekte ohne klare Zieldefinition, vollständige Kostenrechnung und gesicherte Finanzierung.
Verantwortung
Sozial ist, was langfristig finanzierbar ist. Politik darf Probleme nicht in die Zukunft verschieben.
Vertrauen
Bürger müssen verstehen können, was beschlossen wird:
Was kostet es? Was bringt es? Wer trägt die Folgen?
Unsere Schwerpunkte
Haushalt ohne Steuererhöhungen
Wir lehnen verdeckte oder aufgeschobene Steuererhöhungen ab.
Ausgaben müssen priorisiert, begründet und dauerhaft tragfähig sein.
Vernünftiges Sparen statt Symbolpolitik
Großprojekte nur, wenn sie finanzierbar sind.
Der geplante Radschnellweg ist in der aktuellen Form nicht leistbar – wir fordern eine Verschiebung.
Gewerbe stärken statt Steuern erhöhen
Viernheim braucht neue Gewerbeflächen, um Einnahmen zu sichern und Arbeitsplätze zu schaffen.
Unser Ziel: rund 20 Hektar zusätzliche Gewerbefläche bis 2030.
Innenstadt beleben
Mehr Grün, mehr Aufenthaltsqualität, weniger Stein.
Leerstände aktiv angehen – durch Wirtschaftsförderung, die Nutzung ermöglicht statt verhindert.
Verkehr pragmatisch lösen
Alle Verkehrsteilnehmer gehören zur Stadt.
Wir setzen auf Lösungen, die funktionieren – nicht auf ideologische Bevorzugung.
Würde im Alter sichern
Seniorenpolitik heißt: Selbstständigkeit erhalten, Teilhabe ermöglichen, Pflege realistisch planen.
Transparenz als Standard
Vorlagen müssen vollständig und nachvollziehbar sein.
Kosten, Risiken und Folgewirkungen dürfen nicht verschleiert werden.
Digitalisierung & KI nutzen
Digitale Prozesse statt wachsender Verwaltung.
Anträge stellen, online verfolgen, digital entscheiden.